Kitesurfen an der Nordsee – Wo Dominiks Reise begann 🪁

Kitesurfen an der Nordsee – Wo Dominiks Reise begann 🪁

Es gibt Geschichten, die beginnen mit einem großen Plan. Und es gibt Geschichten, die beginnen mit einem 12-Jährigen, der sich heimlich einen Kite auf eBay bestellt. Das hier ist die zweite Sorte 🪁

Mein Name ist Dominik Karl. Ich bin der Gründer von Oceanmata. Und bevor ich Plastik aus dem Ozean geholt habe, habe ich versucht, über ihm zu fliegen. Diese Geschichte beginnt an der Nordsee – und sie hat mein ganzes Leben verändert.

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Bildnachweis: @afuafex

Mit 12 Jahren: Ein Kite, ein Baggersee, ein gebrochener Arm

Alles fing ganz unspektakulär an – oder eigentlich total spektakulär, je nachdem wie du es siehst. Mit 12 Jahren habe ich mir meinen ersten Kite bestellt. Nicht im Shop, nicht mit Unterricht. Einfach auf eBay. Gebraucht. Und dann bin ich damit an den Baggersee.

Was soll ich sagen? Es endete mit einem gebrochenen Arm. Aber auch mit einer Leidenschaft, die mich nie wieder losgelassen hat.

"Ich habe mit 12 angefangen Kitesurfen. Das hat mir diese Verbundenheit zum Ozean gezeigt."

Kitesurfen hat mir zum ersten Mal gezeigt, was es bedeutet, mit der Natur zu arbeiten statt gegen sie. Du bist komplett abhängig vom Wind, vom Wasser, von den Bedingungen. Du kannst nichts erzwingen. Und genau das hat mich fasziniert.

Die Nordsee-Jahre: Training, erste Sponsoren, fast Profi 🏆

Nach dem Baggersee kam die Nordsee. St. Peter-Ording, Sylt, die holländische Küste – überall, wo Wind war, war ich. Jedes Wochenende, jede Ferien. Die Nordsee ist für Kitesurfer ein absolutes Paradies: flaches Wasser bei Ebbe, konstanter Wind, riesige Sandbänke zum Üben.

Und es lief. Richtig gut sogar.

"Ich war früher so an dem Sprung, dass ich es geschafft hätte, Kitesurfen professionell zu machen. Ich habe die ersten Sponsoren bekommen."

Stell dir das vor: Ein Teenager aus Süddeutschland, der auf einmal Sponsoren hat und davon träumt, Profi-Kitesurfer zu werden. Ich war so nah dran. So verdammt nah.

"Die extreme Distanz zum Meer" – Warum es nicht klappte

Aber da war ein Problem. Ein großes. Ich lebte nicht am Meer. Ich lebte in Süddeutschland, Stunden entfernt von der nächsten Küste.

"Die extreme Distanz zum Meer – es ist schon gut, wenn man am Meer wohnt, um Kitesurfen wirklich gut trainieren zu können."

Während meine Konkurrenten jeden Tag aufs Wasser konnten, musste ich stundenlang fahren, um auch nur eine Session zu bekommen. Das Trainingsdefizit war einfach zu groß. Egal wie talentiert du bist – wenn die anderen 300 Tage im Jahr auf dem Wasser sind und du 50, kannst du das nicht aufholen.

Die Seilwinde: Dominiks DIY-Lösung 🔧

Aber aufgeben? Das war noch nie mein Ding.

"Ich habe mir damals selbst eine kleine Wakeboard-Anlage gebaut, eine Seilwinde, damit ich üben konnte wenn kein Wind war."

Ja, du liest richtig. Ich habe mir als Teenager eine eigene Seilwinde gebaut. Am Baggersee. Damit ich Tricks üben konnte, auch wenn kein Wind wehte. Das war vermutlich mein erster Moment als Ingenieur – lange bevor ich bei Airbus angefangen habe. Dieses „Es gibt kein Problem, nur Lösungen“-Mindset hat mich seitdem begleitet.

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Bildnachweis: @mai.roper

Von der Nordsee nach Sri Lanka, Bali – und zu Oceanmata 🌏

Der Traum vom Profi-Kitesurfen war irgendwann vorbei. Aber die Verbundenheit zum Ozean blieb. Stärker als je zuvor.

Es folgten Jahre des Reisens: Sri Lanka, Bali, überall wo Wellen und Wind waren. Und überall sah ich dasselbe: Plastik. Am Strand, im Wasser, in den Flüssen.

"Das begann in Matara, einem kleinen Dorf in Sri Lanka. Ich war dort zum Surfen und die Menge an Müll war erdrückend."

In Bali traf ich dann einen Einheimischen in Medewi, der ganz allein Plastik am Strand sammelte. Tag für Tag. Ohne Bezahlung, ohne Anerkennung. Das war der Moment, der alles veränderte. Wenn du mehr darüber erfahren willst, lies unseren Artikel über das Surfen in Medewi auf Bali.

2020 kündigte ich meinen sicheren Job bei Airbus und gründete Oceanmata. Die Idee: Plastik nicht als Müll sehen, sondern als wertvollen Rohstoff. Für jedes verkaufte Produkt 1 kg Plastik aus dem Ozean holen. Heute haben wir über 300.000 kg gesammelt – mit 11 Teammitgliedern auf Bali und einer Community von über 165.000 Ozeanheldinnen und Ozeanhelden.

Willst du die ganze Gründergeschichte kennen? Dann schau dir den Artikel Surfen in Unstad an – ein weiterer Ort, der zeigt, warum der Ozean unseren Schutz verdient.

Was Kitesurfen mit Ozeanschutz zu tun hat 💙

Kitesurfen hat mir das Wichtigste in meinem Leben geschenkt: die Verbindung zum Meer. Ohne den Kite auf eBay, ohne den Baggersee, ohne die Nordsee – gäbe es kein Oceanmata.

Jeder Wassersportler weiß: Das Meer gibt dir so viel. Freiheit, Energie, Demut. Und jetzt ist es an uns, etwas zurückzugeben. Die Kite-Community wächst, und mit ihr die Verantwortung für unsere Ozeane.

Werde Teil der Bewegung 🌊

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